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SERIE: Team Change – Ein Team ist mehr als nur die Summe seiner Teile

SERIE: Team Change – Ein Team ist mehr als nur die Summe seiner Teile

 

In dieser Aritkelserie zum Thema CHANGE MANAGEMENT schreibt Mareike Glanz, Process Management Consultant bei RDS CONSULTING, über einige theoretische Methoden und Ansätze, die helfen IT-Prozesse besser zu verstehen und entsprechend zu managen.

 

Teil 3: Team Change – Ein Team ist mehr als nur die Summe seiner Teile

Nachdem wir uns im vorangegangenen Teil mit dem Einfluss von Veränderungen auf den einzelnen und das Verständnis der inneren Abläufe eines Individuums beschäftigt haben, wollen wir den Blick nun etwas erweitern. In den meisten Fällen sind nicht einzelne Personen oder Mitarbeiter, sondern ganze Teams bzw. sogar die gesamte Organisation von Veränderungen betroffen.

Hierbei wirbeln Veränderungen aber mehr durcheinander als die einzelnen fachlichen Gegebenheiten. Erfolgreiche Teams basieren auf dem Zusammenhalt und der gemeinsamen Zielsetzung, gestützt durch eigene Struktur und auch eine eigene Kultur des Miteinanders. Hierbei wird schnell deutlich, dass die Teamleistung weit mehr ist, als einfach die Summe aller Teile.

Veränderungen wirken sich auf die gewünschten Ergebnisse und Ziele aus. Sie wirken aber auch direkt auf die Individuen und auf die Interaktion zwischen den Teammitgliedern. Große Changes können die komplette Teamdynamik zum Erliegen bringen und trotz hervorragender Einzelleistungen das Gesamtergebnis der Gruppe vernichten oder stark verringern. Damit es gar nicht erst soweit kommt, lohnt es sich, einen Blick auf Teams und den Einfluss von Changes auf diese Gruppen zu werfen.

Was macht ein erfolgreiches Team aus?

Viele kennen vielleicht die Situation: Man kommt in ein Büro (weil man etwas fragen muss oder, weil man einen Termin mit einem Kollegen aus einem anderen Team hat). Nun sieht man die Kollegen im natürlichen Umgang miteinander, wie sie lachen und gleichzeitig kennt man die guten Ergebnisse des Teams. Der Raum ist erfüllt von einer angenehmen Arbeitsatmosphäre, auch wenn die Kollegen gerade offensichtlich viel zu tun haben. Man denkt sich – unabhängig vom fachlichen Kontext: „Wow. In so einem Team würde ich auch gerne arbeiten.“

Nur was macht dieses Team so besonders? Solche Teams findet man an unterschiedlichsten Stellen im Unternehmen, ein Fachthema kann also nicht der Grund sein. Es ist etwas am Umgang der Kollegen miteinander, der diese Teamdynamik erst möglich macht.

Fünf Faktoren für ein erfolgreiches Team

EINS

Der erste Faktor ist das Teamziel. Erfolgreiche Teams haben ein gemeinsames Ziel, das sie antreibt. Die Gruppe hat ein gemeinsames Verständnis darüber, was Ziel und Zweck ihrer Aktivitäten ist und wie sie zusammen dazu beitragen, dieses auch zu erreichen. Dieses Verständnis ist optimalerweise nicht nur implizit vorhanden, sondern explizit ausgesprochen und vereinbart worden. Eine Veränderung führt in der Regel auch dazu, dass die Ziele neu gesteckt oder zumindest überprüft und bestätigt werden müssen.

ZWEI

Der zweite Faktor sind die Teamrollen. Klare Rollen und Verantwortlichkeiten tragen dazu bei, das Team zu strukturieren und auf die Ziele auszurichten. Jedem Teammitglied muss dabei klar sein, welche Rolle der einzelne hat und welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten das gesamte Team hat. Veränderungen bringen die Ordnung und Struktur durcheinander. Lücken und Überlappungen entstehen, müssen betrachtet und die Aufgaben angepasst werden.

DREI

Innerhalb von Teams gibt es operative Prozesse und Abläufe, die klären, wie die gemeinsame Arbeit abläuft. Es gibt eine klare Struktur, wie die Arbeitsabläufe und die gerenelle Zusammenarbeit im Team funktionieren. Dies beinhaltet im Speziellen auch die Meetingkultur, Lösungs- und Entscheidungsfindung, Feedback- und Teamregeln. Wenn Veränderungen auftauchen, steht das Team zusätzlich unter Druck. Erfolgreiche Teams haben daher die Grundsteine schon zu einem früheren Zeitpunkt gelegt. So können die Teamprozesse Halt geben und Schwierigkeiten kompensieren.

VIER

Der vierte Faktor sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Effektive Teams leben von einem positiven Miteinander. Dies beinhaltet offene Kommunikation und Vertrauen sowie konstruktives Feedback. Dieser Faktor hat auch einen starken Einfluss auf die vorangegangenen Punkte. Veränderungen wirken sich auch darauf aus, wie die einzelnen Menschen zueinander stehen. Es kann mitunter zu Neid oder Streit bezüglich der Veränderungen kommen, sodass die Teamdynamik davon beeinflusst wird.

FÜNF

Zuletzt ist noch der Faktor der Beziehungen zu anderen Teams zu betrachten. Ein Team handelt nicht isoliert für sich allein, sondern immer zusammen mit anderen Kollegen und Teams innerhalb der Organisationsstruktur. Um die Effektivität des Teams zu gewährleisten, sollte man also nicht nur das Team selbst betrachten, sondern auch dafür Sorge tragen, die Verknüpfung zu anderen Teams zu optimieren. Hier ist speziell das Management der Schnittstellen, wie zum Beispiel Übergabepunkte von Prozessen und Informationsaustausch zu sehen. Klare Grenzen definieren, was Teil des Teams und seiner Aufgaben ist und was nicht. Veränderungen haben auch Einfluss auf diese Grenzen nach außen, sodass diese neu betrachtet und definiert werden müssen.

 

Veränderungen wecken immer Emotionen. Auch, wenn im beruflichen Umfeld selbstverständlich bei Veränderungen Professionalität erwartet werden kann, können persönliche Gefühle nicht außer Acht gelassen werden, denn sie beeinflussen die Teamdynamik maßgeblich.
Im nächsten Beitrag geht es um um das Tuckmanns Modell für die Teamdynamik.

Teil 1 verpasst? Dann hier klicken und schnell nachlesen:  Den Wandel unterstützen

Teil 2 verpasst? Change Curve – Reaktionen verstehen und neue Perspektiven eröffnen 

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